Rosenhöhe
Etwa seit 1810 befand sich an der Stelle der heutigen Rosenhöhe ein herrschaftlicher Weinberg. Anfang des 19.Jahrhunderts wurde ein Garten im englischen Stil angelegt. Der Garten wurde mit Blumenrondellen, Arrangements verschiedenster, teils exotischer Baumarten sowie Wasserbecken dekoriert und mit Teehäuschen und Pavillons versehen. Einiges davon kann man heute noch sehen.
1826 wurde der Park zur Begräbnisstätte der Großherzoglichen Familie. 1894 wurde von Prinz Wilhelm der Palais Rosenhöhe gebaut, der zwischen 1903 und 1918 preußische Diplomaten beherbergte und 1944 zerstört wurde. Erhalten sind bis heute der Rosengarten und Rosarium, die der ebenfalls an Gartenbaukunst interessierte Großherzog Ernst Ludwig anlegen ließ.
Nach dem ersten Weltkrieg verwilderte und verfiel die Rosenhöhe teilweise und wurde in anderen Teilen zum Anbau von Nahrungsmitteln verwendet. 1925 wurde sie wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt und 1927 wurde das Löwentor, das ursprünglich auf der Mathildenhöhe beheimatet war, hier platziert.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde von Seiten der Stadt eine zweite Künstlerkolonie im Park der Rosenhöhe gegründet. Hier befinden sich seitdem moderne Wohneinheiten mit Ateliers für Bildende Künstler, Komponisten und Schriftsteller, die dort mit ihren Familien leben und wichtige Akzente im deutschsprachigen Raum gesetzt haben.
Seit 1979 finden Arbeiten zur Rekonstruktion des historischen Parks statt. Heute wird die Rosenhöhe wieder als der schönste Garten Darmstadts angesehen.
Foto: Dr. Jobst Gmeiner







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