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Kuppelkirche

Die Kuppelkirche ist die evangelische Hauptkirche in Darmstadt. Die älteste Kirche Darmstadts wurde teilweise zerstört, wieder errichtet, umgebaut und erweitert. Sie gilt somit als Spiegelbild der lebhaften Geschichte von Darmstadt.

In den Geschichtsbüchern wird die heutige Darmstädter Stadtkirche 1369 erstmals erwähnt, als sie die Rechte einer eigenständigen Pfarrkirche erwirbt. Aus der kleinen Marienkapelle wurde bis zur Einführung der Reformation 1526 die evangelische Zentralkirche Darmstadts.
Obwohl die Kirche bei einem Luftangriff am 11. September 1944 fast vollständig zerstört wurde, sind Teile des historischen Baus bis heute erhalten.

Der 1954 wiedererbaute Turm ist mit 63m der zweithöchste Turm Darmstadts. Seine gotische Turmhalle mit dem ältesten Wappen der Stadt gibt Aufschluss darüber, dass die Kirche vermutlich schon im frühen 14. Jahrhundert an diesem Ort existiert haben muss.

Der Chorraum mit seinen zahlreichen Grab- und Erinnerungstafeln schließt auf der Ostseite mit einem Großen Landgrafen-Epitaph ab. Das 1589 fertig gestellte Werk zeigt neben den beiden Stifterfiguren von Landgräfin Magdalena von Lippe und Landgraf Georg I. zwei Bildtafeln, die die christliche Auferstehungsgeschichte und die Familiengeschichte des adligen Hauses miteinander verbinden.

Die öffentlich zugängliche Fürstengruft wurde bereits 1576 erbaut. Insgesamt sind hier 17 Landgrafen und -gräfinnen, Prinzen und Prinzessinnen begraben. Zwei Messingkapseln an der Decke beinhalten die Herzen der Hessenprinzen Georg und Philipp. Eine Bilderfolge soll den Besucher außerdem an die eigene Sterblichkeit erinnern und die damit einhergehende Hoffnung auf das ewige Leben näherbringen.

Neben kirchlichen Veranstaltungen wird die Kuppelkirche auch für überregionale kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen und Lesungen genutzt.

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